Parteien schließen Verbauung aus: Durchbruch im Poker um den Postsportplatz

In der Entwicklung um die Zukunft des Postsportplatzes in Wien-Hernals zeichnet sich eine politische Verschiebung ab: Erstmals positionieren sich alle maßgeblichen Parteien gegen eine Reduktion der bestehenden Sportflächen. Besonders entscheidend ist die Haltung der SPÖ Wien, die im Gemeinderat über die Mehrheit verfügt und damit mögliche Umwidmungen beschließen oder verhindern kann.

Auslöser der aktuellen Dynamik sind unter anderem Beschlüsse rund um den Landesparteitag der SPÖ Wien (https://landesparteitag.spoe.wien/). Dort wurde in einem Antrag unmissverständlich festgehalten: „Bei zukünftigen Planungen ist sicherzustellen, dass bestehende Flächen (Esp) nicht reduziert werden.“ Auch ökologische Funktionen wie Kaltluftströme sollen ausdrücklich erhalten bleiben.

Zusätzlich bekräftigte die SPÖ ihre Linie in einer aktuellen Presseaussendung von Gemeinderätin Alice Seidl: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260427_OTS0122/seidl-spoe-sportflaechen-sichern-leistbaren-zugang-erhalten. Darin heißt es klar: „Auch bei zukünftigen Vorhaben der Post AG dürfen die Sportflächen am Postsportplatz nicht reduziert werden.“

Für die Bürgerinitiative „Zukunft Hernals“ ist diese Entwicklung ein wesentlicher Erfolg. Die Politik übernimmt alle Forderungen – jetzt muss sie sie auch umsetzen. Ohne Umwidmungen im Gemeinderat kann es schließlich keine Verbauung geben.

Gleichzeitig steht die entscheidende Phase noch bevor. Die Post AG möchte demnächst ihr Projekt der Öffentlichkeit präsentieren. Die wirtschaftlichen Interessen rund um das Areal bestehen weiterhin, ebenso wie laufende Prozesse im Hintergrund. Gerade deshalb will die Initiative den Druck aufrechterhalten: Jetzt zählt Verlässlichkeit. Wer heute gegen eine Reduktion der Sportflächen ist, muss morgen auch gegen jede Umwidmung stimmen.

Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch deutlich: Die politische Ausgangslage hat sich zugunsten des vollständigen Erhalts des Postsportplatzes verschoben. Damit ergibt sich auch für den Postsportverein Wien (Post-SV), dessen Pachtverträge 2027 auslaufen, eine gute Ausgangsposition, sich bei der kommenden Neuvergabe weiterhin am Standort zu behaupten und den laufenden Breitensportbetrieb für seine Mitglieder fortzuführen.

Quellen